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Auch im Barnim wird über die Mobilität der Zukunft nachgedacht!

Eine wachsende Weltbevölkerung, die zunehmende Urbanisierung, ein erhöhter Ressourcenverbrauch und der alles verändernde Klimawandel erfordern ein Umdenken unseres Handelns. Wie unsere Mobilität in der Zukunft aussehen wird, mag momentan niemand genau sagen. Sicher ist nur, dass sie sich verändern wird. Das Verkehrssystem der Zukunft wird intelligent vernetzt sein und uns über Informationssysteme lenken.

Es wird unterschiedliche Antriebssysteme geben, die auch unterschiedliche Energiequellen nutzen. So gibt es heute schon viele Erdgasfahrzeuge auf dem Markt. Sie fahren nicht emissionsfrei, reduzieren aber den CO2 Ausstoß um bis zu 25% gegenüber herkömmlichen Benzinmotoren. Auch die Smogbildung kann erheblich reduziert werden. Bei der Verbrennung des Erdgases treten weiniger Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Ruß- und anderen Partikel auf als bei der Verbrennung von Benzin oder Diesel. (energieportal24.de)

Vollständig emissionsfrei ist die Fahrt mit einem Elektroantrieb. Die Energie für diesen Antrieb kann in modernen Lithium- Ionen- Energiespeicher (Batterie) gespeichert werden. Allerdings sind die Reichweiten bei dem aktuellen Stand der Techniken noch sehr begrenzt. Natürlich ist die Fahrt nur emissionsfrei, wenn zur Aufladung der Batterie der Strom aus Erneuerbaren Energiequellen genutzt wird. Der Landkreis Barnim geht mit gutem Beispiel voran. Die Akkumulatoren seiner Elektrotransporter werden mit Ökostrom geladen, so dass hier schon aktiv CO2 eingespart wird.

Foto: Vierte Generation des Brennstoffzellenmobiles Opel/GM Eine andere Form der CO2-Einsparung gelingt mit einem elektro-chemischen Antrieb. Hier wird Wasserstoff mit Hilfe einer Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt. Der Vorteil dieser Technologie ist eine kurze Betankungszeit (~3 Min), eine unbegrenzte Reichweite sowie eine Gewichteinsparung gegenüber den Lithium-Batterien. Während ein Dieseltank, mit einer Reichweite von 500 KM, nur 43 kg wiegt, bringt ein Wasserstofftank für die gleiche Reichweite schon 125 kg auf die Wage. Möchte man diese Entfernung mit einem Elektrofahrzeug zurücklegen, dass die Energie in einer Lithium- Batterie speichert, hat die Batterie ein ungefähres Gewicht von 830 kg. (Adam Opel AG)

Die Mobilität ist eine wichtige Säule bei Umsetzung der Nullemissionsstrategie des Landkreises. Deshalb setzt sich auch das Zentrum für Erneuerbare Energien (E.I.C.H.E.) mit diesem Thema auseinander. Dazu wurde der Fuell Cell Vehicle Market Test Manager, Gérard Planche, der Adam Opel Ag zu einem Besuch in das Eberswalder Informations- Zentrum eingeladen. Herr Planche stellte am 27.07.2011 die vierte Generation des Brennstoffzellenmobiles der Unternehmensgruppe GM/Opel vor. Es wurde der Neubau des zukünftigen Ausstellungszentrums vorgestellt und über die Möglichkeit einer gemeinsamen Zusammenarbeit gesprochen. Bei einer Probefahrt wurde auf die genaue Funktionsweise der Wasserstofftechnologie eingegangen. Das Unternehmen Enertrag (Uckermark) wird mit Hilfe des weltweit ersten Hybridkraftwerkes, das aus dem Strom der Windkraftanlagen Wasserstoff herstellt, die nötige Energie für diese saubere Art der Fortbewegung, herstellen.

Foto: Gérard Planche (GM/Opel), Jens Lemme, Lothar Krüger (E.I.C.H.E. e.V.) (Juli 2011)

Die Welt zu Gast im Zentrum für Erneuerbare Energien!

Mit Hilfe der erneuerbaren Energien kann die nationale Wertschöpfung gestärkt, das Klima geschützt und die Abhängigkeit von Rohstoffimporten verringert werden. Das erkennen immer mehr Länder in allen Teilen der Welt. Letztendlich haben fast 50 Länder das deutsche EEG (Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien) kopiert oder bestimmte Inhalte übernommen. Wenn auch in vielen Ländern das Gesetz noch nicht die gleiche Wirkung wie in Deutschland erzielt, ist es doch ein Anfang für den weltweiten Umbau der Energieversorgung.

So ist es auch kein Wunder, dass der Landkreis Barnim und das Informations-Zentrum für Erneuerbare Energien immer mehr international nachgefragt werden. Die Nähe zur Hauptstadt Berlin bietet vielen internationalen Delegationen die Möglichkeit zu einer kurzen Exkursion. Seit der Eröffnung im Jahre 2007 haben Besucher aus vielen Teilen der Welt den Landkreis Barnim und das E.I.C.H.E.- Zentrum besucht. Die längsten Reisewege hatten Gäste aus Chile, Japan, den USA, Russland (Jakutien) und Cuba. Die Besucher interessieren sich besonders für den technologischen Fortschritt Deutschlands im Bereich der Erneuerbaren Energien, sowie für die strategischen Maßnahmen zum Umbau des Landkreises. Foto: Chinesischer Besucher schreibt in das Gästebuch Der Landkreis Barnim ist eine der ersten Regionen Deutschlands, der den Umbau der Energieversorgung per Kreistagsbeschluss festgelegt hat. Bei Exkursionen in die Umgebung können Besucher die Entwicklung der Erneuerbaren Energien aus nächster Umgebung betrachten. So bieten sich folgende Exkursionsziele an: der Windanlagenbauer "REpower" in Trampe, das Holzkraftwerk "HOKWE" in Eberswalde, das Pelletwerk "HOWE" in Eberswalde, der Solarpark Finow, die Biogasanlage in Lichterfelde sowie das GFZ Geothermie Forschungsprojekt in Groß Schönebeck. Für Architekten, Bauingenieure und Interessierte bietet das mehrfach ausgezeichnete "Paul-Wunderlich- Haus" eine interessante Darstellung für ein öffentliches, modernes, ökologisches Niedrigenergiegebäude.

Der letzte internationale Besuch fand am 28. Juni 2011 statt. Eine chinesische Delegation besuchte die Bundesrepublik Deutschland. Einige Vertreter dieser Delegation bereisten den Landkreis Barnim und schauten auch im Eberswalder Informations- Centrum Holz- und Erneuerbare Energien vorbei. Das Thema Holzpellet und die Vorführung einer vollautomatischen Pelletheizungen fanden besondere Aufmerksamkeit und wurden ausgiebig untersucht. Das Gästebuch des E.I.C.H.E. e.V. enthält mittlerweile viele internationale Einträge und kann mit der Fertigstellung des neuen Informationszentrums sicher mit weiteren Nachfragen rechnen. (Juni 2011)

Förderung für Eigenheimbesitzer im Barnim!

Der Landkreis Barnim will mit einem eigenen Fonds den Einsatz alternativer Energien beim privaten Hausbau beziehungsweise zur Sanierung von Wärmeanlagen in privaten Eigenheimen fördern. Ein Zuschuss in Höhe von zehn Prozent der Energieanlage-Kosten, maximal jedoch 1500 Euro, wird zusätzlich zu bestehenden Bundes- oder Landesförderungen gewährt. Er soll ein direkter Anreiz für die Bürger im Barnim sein, alternative Energien mehr als bisher zu nutzen. Die Kreisverwaltung wird demnach eine Richtlinie ausarbeiten, nach der die Zuschüsse vergeben und in der die Modalitäten der Beantragung geregelt werden. Außerdem hat der Gesetzgeber mit Beginn dieses Jahres Bauherren verpflichtet, einen Teil ihrer Wärme aus erneuerbaren Energien zu produzieren. (Solarwärmeanlagen, Wärmepumpen oder Biomasseheizungen).
(Quelle: ERNEUER:BAR) (Januar 2009)

Zeitzeugen zu Besuch im Eberswalder Informationszentrum!

Die Töchter von Prof. Dr. Dr. h.c. Hubert Hugo Hilf waren zu Besuch im Wald- Solar- Heim und im Eberswalder- Informationszentrum. Schon als Kinder haben sie ihrem Vater bei der Arbeit zugeschaut Foto Töchter von Prof. Dr. Dr. Hilf und so die Anfänge bei der Entwicklung der forstlichen Arbeitswissen- schaft mitverfolgt. Ein Rundgang durch die heutigen Ausstellungsräume ließ die Augen wieder leuchten und schon vergessene Erinnerungen wurden wieder lebendig. Die Aufteilung der Räume war früher ganz anders, doch die beiden Schwestern konnten die ehemaligen Räume, mit der darin befindlichen Technik, noch sehr gut beschreiben.

Prof. Dr. Dr. h.c. Hubert Hugo Hilf wird im In-
und Ausland als Begründer der Forstlichen Arbeits- wissenschaft angesehen. Er legte sowohl die fach- spezifischen Fundamente und entwickelte die anzuwendenden Methoden. Seine wissenschaftliche Arbeit führte zur Herausgabe des "Forstarchivs" seit 1925, zur Gründung der Gesellschaft für Forstliche Arbeitswissenschaft (GeffA) 1926 und zur Errichtung des Instituts für forstliche Arbeitswissen- schaft (IffA) 1927, welches das erste seiner Art weltweit war. (Quelle: BFH 2001)

Das Gebäude in dem das Informations- Zentrum untergebracht ist, wurde 1930 unter seiner Leitung erbaut. Hier konnte das Institut für forstliche Arbeitswissenschaften (IffA) seine praktische Arbeit aufnehmen um Versuchsreihen zur Verbesserung der forstlichen Waldarbeit und des Arbeitschutzes durchzuführen. Eine Innschrift über einem Türrahmen erinnert heute daran. (August 2008)

Kooperationsvereinbarung mit der Universität Szczecin abgeschlossen!

Die Grüne Woche 2008 brachte mit der Wiederauflage der Sonderschau "Multitalent Holz" den zweiten Messeauftritt für das Eberswalder Informations- Centrum Holz- Energie (E.I.C.H.E. e.V.). "E.I.C.H.E. e.V." schloss, in Anwesenheit von Brandenburgs Staatssekretär Dietmar Schulze Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz), mit dem polnischen Bildungszentrum für Erneuerbare Energien Ostoja der Universität Szczcecin eine Vereinbarung zur Kooperation auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien mit Foto Kooperationsvereinbarung dem Ziel, beide Zentren vom Thema Holz-Energie auf das gesamte Spektrum der Erneuerbaren Energien zu erweitern um das Thema noch schneller einer breiten Öffentlichkeit anwenderfreundlich zu erschließen. Der wichtigste Messetag für die Eberswalder war der 21.01.2008. Gleichzeitig wollen die Kooperationspartner einen Beitrag zur Verbesserung des grenzübergreifenden Wissens- und Technologietransfers zwischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen leisten. E.I.C.H.E. e.V. und Ostoja unterstützen auf diese Weise die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen in dem sich nach der Grenzöffnung entwickelnden gemeinsamen Bildungs- und Arbeitsmarktes. Beide Zentren betrachten sich als einen ersten Knoten in einem zu flechtenden Netzwerk von Einrichtungen die der Umweltbildung und dem Umweltschutz höchste Priorität in ihrer Tätigkeit einräumen. Um möglichst viele Menschen für das Thema Erneuerbare Energien zu gewinnen, wollen die Zentren nicht nur die Beratungs- und Informationsqualität für potentiell an der Anwendung Erneuerbarer Energien Interessierte verbessern, sondern durch die Präsentation von interaktiven Ausstellungsbestandteilen zahlreiche Besucher anlocken. So sollen alle Generationen Jung und Alt, Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen werden, um aus den Bemühungen der beiden Zentren, die Anwendung Erneuerbarer Energien zu fördern, einen nachhaltigen Prozess in der Region in Gang zu setzen. (Januar 2008)
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